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Tod

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Definition


Was versteht man unter dem Begriff Tod?

Der Begriff „Tod“ bezeichnet den endgültigen Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen des Atmungs-, Kreislauf- und Zentralnervensystems. Biochemisch und physiologisch gesehen gibt es eine Zeitspanne zwischen dem Einsetzen des Todes und dem Absterben der letzten Zelle des Menschen. In dieser Phase kann es noch zu Körperreaktionen kommen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes kam es im Jahr 2014 zu 868.356 Todesfällen in Deutschland. Der Übergang vom Leben zum Tod wird Sterben genannt. In Deutschland sind Krankheiten die häufigste Todesursache.

Todesursachen


Woran sterben Menschen am häufigsten?

Laut einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes war 2014 eine Herz-Kreislauf-Erkrankung die häufigste Todesursache in Deutschland. Von den insgesamt 868.356 Verstorbenen sind 38,9 Prozent an einer Krankheit dieser Art gestorben. Dabei waren die Durchblutungsstörung des Herzmuskels und der akute Herzinfarkt die am häufigsten auftretenden Todesursachen aus der Gruppe der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die zweithäufigste Krankheitsart, die 2014 zum Tod führte, ist Krebs. Ein Viertel der Verstorbenen (25,8 Prozent) erlag 2014 einem Tumor. Auch in den Jahren zuvor führten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs am häufigsten zum Tod.

6,7 Prozent der Todesfälle entstanden 2014 durch Krankheiten des Atmungssystems. Erkrankungen des Verdauungssystems waren bei 4,4 Prozent der Todesfälle die Ursache. 4 Prozent der 2014 Verstorbenen starben eines unnatürlichen Todes.

Klinischer Tod


Welche Merkmale kennzeichnen den Kreislaufstillstand?

Wenn das Herz-Kreislauf-System des Menschen zusammebricht, spricht man vom Kreislaufstillstand oder klinischem Tod. Oft wird der Kreislaufstillstand durch einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ausgelöst. Die lebenswichtigen Vorgänge, die sogenannten Vitalfunktionen wie Atmung und Kreislauf, versagen. Durch den Stillstand des Herz-Kreislauf-Systems wird der Bluttransport gestoppt, sodass der Körper nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Organe wie das Gehirn, Herz und die Leber sterben nach und nach ab.

Zwischen dem Zeitpunkt des Kreislaufstillstandes und dem Einsetzen der Organschäden besteht die Chance auf eine Wiederbelebung. Die Vitalfunktionen können beispielsweise durch eine Herzmassage, durch Elektrodefibrillation oder durch künstliche Beatmung reaktiviert werden. Wenige Minuten nach dem Kreislaufstillstand ist das Gehirn jedoch irreversibel geschädigt.

Hirntod


Wann spricht man vom Hirntod?

Wenn alle Funktionen des Gehirns versagen, spricht man vom Hirntod. Der Mensch ist bewusstlos, atmet nicht mehr alleine und die Hirnstammreflexe sind ausgefallen, sodass beispielsweise die Pupillen nicht mehr auf Licht reagieren. Das Hirntod-Konzept wurde 1968 von einem Komitee der Harvard Medical School entwickelt, um eine Grundlage für die Transplantationsmedizin zu schaffen. In dem „Report of the Ad Hoc Committee of the Harvard Medical School to Examine the Definition of Brain Death“ wurde das irreversible Koma, d.h. der unwiderrufliche Ausfall aller Gehirnfunktionen, als Definition des Todes angesehen. Erst dann dürfen Organe entnommen und lebenserhaltene Maßnahmen abgebrochen werden.

Nach Veröffentlichung des Hirntod-Konzepts wurde so die Transplanationsmedizin in den USA legalisiert. In Deutschland wurde das Hirntod-Konzept 1997 im Rahmen des Transplantationsgesetzes rechtlich verankert.
Die Bundesärztekammer legt in ihrer aktuellen Richtlinie fest, dass mindestens zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod feststellen müssen. Einer der beiden Ärzte muss Facharzt für Neurologie oder Neurochirurgie sein.
Seit der Veröffentlichung ist das Hirntod-Konzept umstritten. Kritiker weisen auf mögliche Fehler bei der Feststellung des Hirntodes hin.

Biologischer Tod


Wann tritt der biologische Tod ein?

Nachdem der klinische Tod und der Hirntod eingetreten sind, folgt der biologische Tod. In dieser Phase des Sterbens weist der Körper sichere Todesmerkmale in Form von Leichenflecken, der Totenstarre und der Selbstauflösung des Körpers durch Enzyme und Bakterien auf. Die Feststellung des Todes übernimmt in der Regel ein Arzt. Erst wenn sichere Todeszeichen eintreten, wird der Sterbefall endgültig bestätigt. Wann der biologische Tod eingesetzt hat, kann die Rechtsmedizin grob anhand der Leichenflecke und der Leichenstarre feststellen. Die Totenstarre setzt zwei bis vier Stunden nach Eintritt des Todes ein, ist nach sechs bis acht Stunden völlig ausgeprägt und löst sich nach zwei bis drei Tagen wieder auf. Zu den exaktesten Methoden gehört die Bestimmung der Körperkerntemperatur. Unter Berücksichtigung von Körperkerntemperatur, Körpergewicht, Außentemperaturen und Auffindungsumständen kann der Zeitpunkt des Todes rückberechnet werden.

Die Ergebnisse der Leichenschau werden vom Arzt im Totenschein festgehalten. Die folgende Bildergalerie zeigt Ihnen, wie der Totenschein in Niedersachsen aussieht.



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Quelle: Anlage 1 der Verordnung über die Todesbescheinigung in der Fassung vom 05.06.2009, Nds. GVBl. S. 230

Weitere Quellen


Autor: Anja Rohde - Bildquelle: © C. Sollmann / Bestattungen.de, Totenschein © Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Anlage 1 der Verordnung über die Todesbescheinigung in der Fassung vom 05.06.2009, Nds. GVBl. S. 230


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