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Friedhofsgebühren

Friedhofsgebühren

Themenübersicht


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Definition


Was sind Friedhofsgebühren?

Wenn in der Familie ein Todesfall eintritt, müssen Sie als Hinterbliebene in der Regel eine Grabstelle auf einem Friedhof erwerben, um den Verstorbenen dort bestatten zu lassen. Für den Erhalt des Nutzungsrechtes an einer Grabstelle müssen Sie die sogenannten Friedhofsgebühren entrichten. Die Höhe dieser Gebühren kann je nach Ort unterschiedlich sein.

Zusammensetzung


Für welche Leistungen fallen Kosten an?

Friedhofsgebühren beinhalten die Grabkosten (auch Grabnutzungsgebühren genannt) und die Beisetzungsgebühren. Die Grabkosten sind für die Nutzung des Grabes zu zahlen, das den Angehörigen für eine bestimmte Zeitperiode, die Ruhezeit, überlassen wird. Die Ruhezeit beträgt üblicherweise 15 bis 25 Jahre. Diese Zeitspanne ist unter anderem von der gewählten Grabart abhängig.
Die Beisetzungsgebühren werden für das Bereitstellen eines Grabes gezahlt. Dies beinhaltet das Öffnen der Grabstelle und das Auskleiden des Grabes mit Matten oder Grün zur Beisetzung. Weiterhin gehört auch das Schließen und Einebnen der Grabstelle zu den Leistungen, die mit den Beisetzungsgebühren abgegolten werden.
Mögliche weitere Leistungen des Friedhofs, für die Kosten anfallen, sind der Kühlraum, die Nutzung einer Trauerhalle sowie Träger für die Urne oder den Sarg.

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Wie stark variieren die Gebühren in Deutschland?

Jeder Friedhofsträger kann die Höhe der Gebühren für die verschiedenen Grabarten selbst festlegen. So sind Unterschiede zwischen den Friedhöfen von mehreren hundert Euro keine Seltenheit.
Die nachfolgende Grafik beruht auf einer Untersuchung von Bestattungen.de in 2015. Grundlage sind die Gebühren für ein Sargwahlgrab und ein Urnenwahlgrab mit einer Nutzungsdauer von 20 Jahren in verschiedenen Städten. Mit enthalten sind die Beisetzungs- und Verwaltungsgebühren.

Friedhofsgebühren für ein Sargwahlgrab und ein Urnenwahlgrab in deutschen Städten im Jahr 2015

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Festlegung der Friedhofsgebühren


Wie werden die Gebühren festgelegt?

Die Festlegung der Friedhofsgebühren ist in Deutschland nicht einheitlich, sondern die Gebühren werden von jedem Friedhofsträger innerhalb eines bestimmten Rahmens selbst erhoben. Die Höhe der Gebühren kann daher von Ort zu Ort variieren. Die Differenz kann bis zu mehrere hundert Euro betragen. Mitunter unterscheiden sich die Gebühren benachbarter Orte bereits deutlich, weshalb ein Vergleich vor dem Erwerb einer Grabstelle lohnenswert sein kann. Die Gebührenhöhe kann der jeweiligen Friedhofsgebührensatzung entnommen werden. Diese Satzung wird von der Friedhofsverwaltung zur Verfügung gestellt. Viele Städte bieten jedoch auch auf ihren Internetseiten einen Download ihrer Gebührenordnungen an. In diesen sind neben den Grabkosten und den Beisetzungsgebühren auch die Kosten für eine Exhumierung oder eine Umbettung angegeben.

Die folgenden Friedhöfe belegten 2013 die ersten zehn Plätze beim Bestattungen.de-Award:

  • St. Johannisfriedhof, Nürnberg
    St. Johannisfriedhof, Nürnberg © Mark Belschner
  • Urnenhain Tolkewitz, Dresden
    Urnenhain Tolkewitz, Dresden © Dr. Lange
  • Friedhof am Petersberg, Neef
    Friedhof am Petersberg, Neef © Philipp Bohn
  • Waldfriedhof, Mainz
    Waldfriedhof, Mainz © Wirtschaftsbetrieb Mainz
  • Alter Friedhof, Schwerin
    Alter Friedhof, Schwerin © Landeshauptstadt Schwerin, SDS
  • Friedhof Nüttermoor, Leer
    Friedhof Nüttermoor, Leer © Ingrid Keßler-Woertel
  • Friedhof Friedenshügel, Flensburg
    Friedhof Friedenshügel, Flensburg
  • Alter Friedhof, Bielefeld
    Alter Friedhof, Bielefeld © Ulrich Richter
  • Urnenfriedhof am Flamarium, Kabelsketal
    Urnenfriedhof am Flamarium, Kabelsketal © Michael Kriebel
  • Schalke Fan Feld, Gelsenkirchen
    Schalke Fan Feld, Gelsenkirchen © Schalke Fan Feld GmbH

Höhe der Friedhofsgebühren


Von welchen Faktoren hängen die Gebühren ab?

Die Höhe der Friedhofsgebühren hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen beispielsweise die Kosten des Friedhofspersonals und die generelle Kostenkalkulation des Friedhofträgers.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Bodenbeschaffenheit. Der Boden hat einen großen Einfluss auf den Verwesungsprozess. Manche Böden fördern diesen Prozess, weshalb sich die Dauer der Ruhezeit im Grab verkürzt. Bei einer kürzeren Ruhezeit vermindern sich in der Regel auch die Friedhofsgebühren.
Die Gebührenhöhe ist ebenfalls abhängig von der gewählten Grabart. Ein Erdwahlgrab ist meist teurer als beispielsweise ein Grab für eine anonyme Bestattung. Am günstigsten sind die Friedhofsgebühren üblicherweise bei einer anonymen Feuerbestattung.

Finanzierung


Wer muss die Friedhofsgebühren bezahlen?

Die Friedhofsgebühren sind ein Teil der Bestattungskosten. Wer die Bestattungskosten zu zahlen hat, wird durch die Kostentragungspflicht geregelt. Diese besagt, dass die Bestattung durch das Erbe zu finanzieren ist. Die Erben des Verstorbenen sind daher kostentragungspflichtig. Können die Kosten nicht durch das Erbe selbst bestritten werden, müssen die Erben mit ihrem Vermögen die Beisetzung finanzieren und somit auch die Friedhofsgebühren bezahlen.

Anteil an Bestattungskosten


Wie hoch ist der Anteil an den Gesamtkosten einer Bestattung?

Aufgrund der unterschiedlichen Höhe der Kosten einer Bestattung und eines Grabes, kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. Bei Seebestattungen beispielsweise fallen überhaupt keine Friedhofsgebühren an, da kein Grab vorhanden ist. Dafür entstehen Kosten für die Reederei.
Als grobe Faustregel kann aber gelten: Etwa ein Drittel der Bestattungskosten fallen für den Friedhof an. Die anderen zwei Drittel entstehen durch das Bestattungsunternehmen und die Fertigung des Grabsteins durch einen Steinmetz.

Autor: Annika Wenzel - Bildquelle: © C. Sollmann


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