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Sarg

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Sarg


Warum gibt es einen Sarg?

Ein Sarg wird in der Regel für den Transport, die Aufbahrung und die Beerdigung eines Verstorbenen benötigt. Es gibt Särge für Erdbestattungen und Feuerbestattungen. Bei Feuerbestattungen wird der Sarg mit dem Verstorbenen verbrannt und daher in der Regel in einer preiswerten Ausführung gewählt. Sowohl für Erdbestattungen als auch für Feuerbestattungen ist die Verwendung eines Sarges vorgeschrieben. Särge unterscheiden sich hinsichtlich dem Material, der Ausstattung sowie dem Preis.

Material von Särgen


Woraus besteht ein Sarg?

Einfache Särge bestehen häufig aus Kiefern- oder Fichtenholz mit vier oder sechs Sarggriffen. Gehobene Modelle sind aus Eichenholz oder Mahagoni, die Griffe sind häufig mit Messing beschlagen. Seit einigen Jahren werden sogenannte Designersärge angeboten, die bezüglich Farben und Verzierungen individuell angefertigt werden. Dafür wird neben Holz auch spezieller Stoff wie Kunstharz für die Fertigung genutzt. Wichtig bei der Herstellung von Särgen ist, dass die Materialien biologisch abbaubar sind. Für die Kremation können inzwischen auch Särge aus Zellulose genutzt werden. Diese sind bei der Einäscherung umweltfreundlicher, aufgrund des geringeren CO2-Ausstoßes.

Sie können den Sarg direkt beim Bestatter auswählen. Die meisten Unternehmen können Ihnen unterschiedliche Modelle zeigen. Dabei unterscheiden sich die Kosten eines Sarges meistens von Bestatter zu Bestatter. Vergleichen Sie die unterschiedlichen Preise mehrerer Unternehmen, damit Sie ein Gefühl für die verschiedenen Preise bekommen. Es gibt zudem die Möglichkeit, den Sarg individuell gestalten zu lassen oder selber mitzugestalten. Sie können beispielsweise eine besondere Leidenschaft wie das Wandern auf dem Sarg darstellen.

  • Individuell gestalteter Sarg in Grün
    Individuell gestalteter Sarg in Grün
  • Liebevoll mit Schmetterlingen bemalter Sarg
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  • Individuell gestalteter Sarg mit Bordüre
    Individuell gestalteter Sarg mit Bordüre
  • Liebevoll bemalter Kindersarg mit passender Urne
    Liebevoll bemalter Kindersarg mit passender Urne

Feuerbestattung


Warum wird bei der Einäscherung ein Sarg gebraucht?

Für Feuerbestattungen gibt es so genannte Verbrennungssärge, die keine Griffe haben. Sie werden ausdrücklich für den Zweck der Kremierung hergestellt und dienen dem Transport des Verstorbenen. Die Verarbeitung ist weniger stabil, da der Sarg nicht dem Erddruck standhalten muss. Generell kann aber jeder Sarg für die Einäscherung ausgewählt werden.

Die Nutzung eines Sarges bei der Feuerbestattung ist in den Bestattungsgesetzen der Länder festgeschrieben. Das bedeutet, dass ein Sarg gewählt werden muss. In den Gesetzen wird außerdem gefordert, dass die Särge eine schadstoffarme Verbrennung gewährleisten müssen. Neben der Brennbarkeit dient der Sarg der Achtung gegenüber dem Verstorbenen.

Sarg aus Pappe


Gibt es Särge aus Pappe?

Ein Sarg aus Pappe ist für die meisten Menschen keine schöne Vorstellung. Es klingt pietätlos und scheint für eine Beerdigung nicht angemessen zu sein. Insbesondere für umweltbewusste Menschen hingegen eignet sich ein solcher Sarg, der vollständig aus Zellulose hergestellt wird - aus dem auch Pappe gefertigt ist. Bei der Kremierung eines Sarges aus Zellulose wird im Vergleich zur Einäscherung eines Holzsarges nur noch ein Viertel des Klimagases CO2 freigesetzt. Der Umweltschutz beginnt aber schon bei der Fertigung. Ein traditioneller Sarg wird aus einem hochwertigen, makellosen Holzstamm gefertigt. Ein Sarg aus Zellulose wird aus aufgeforstetem Holz hergestellt, was ressourcensparend ist.

Die Kosten sind außerdem geringer und das Material ermöglicht eine Individualisierung beispielsweise durch das Bedrucken mit einem Bild oder einem Wunschmotiv. Im Gegensatz zu Sonderwünschen bei der Fertigung eines traditionellen Sarges steigt der Preis bei individuellen Wünschen dieses Modells kaum an.

Dennoch werden Särge aus Zellulose nicht bedenkenlos angenommen und gelten bei vielen Menschen trotz der Umweltfreundlichkeit als unangemessen. Die Anforderungen nach Stabilität und Qualität erfüllt der Sarg aus Zellulose ebenso wie der Sarg aus Holz. Die Bezeichnung als Pappsarg ist aufgrund der hohen Qualität, dem Aussehen und der Stabilität nicht angemessen und vermittelt einen falschen Eindruck.

  • Zellulosesarg Flamea von Arcum - Motiv Rose
    Sarg aus Zellulose - Motiv Rose
  • Zellulosesarg Flamea von Arcum - Motiv Mohnblume
    Sarg aus Zellulose - Motiv Mohnblume
  • Zellulosesarg Flamea von Arcum - Motiv Jesus
    Sarg aus Zellulose - Motiv Jesus

Kosten eines Sarges


Was kostet ein Sarg?

Die Kosten für einen Sarg sind sehr unterschiedlich. Einfache Modelle, die aus Sperrholz gefertigt werden, fangen preislich bei etwa 200,- Euro an. Massive Särge aus Kiefer liegen im mittleren Preissegment und werden zu Preisen ab etwa 800,- Euro angeboten. Särge aus Eiche zählen zu den hochwertigen Modellen und liegen preislich entsprechend höher. Diese Modelle beginnen bei etwa 1.500,- Euro.

Bei individuellen Anfertigungen, beispielsweise mit Verzierungen aus Kristallen, oder Designersärgen muss mit Preisen von mehreren tausend Euro gerechnet werden.

Für eine Überführung des Verstorbenen in das Ausland ist zusätzlich ein Überführungssarg aus Zink notwendig. Dieser Zinksarg wird für die Überführung verschweißt und es fallen zusätzliche Kosten an.

Ausstattung von Särgen


Wie ist ein Sarg innen ausgekleidet?

Ausgestattet sind Särge mit Krepppapier, Folien und einer Matratze aus Baumwolle. Zusätzlich stützen Decken, Kissen und Polster das Innere eines Sarges. Die Art der Ausstattung kann ebenfalls ausgewählt werden. Auch bei Feuerbestattungen muss der Sarg mit Decken, Kissen und Polstern ausgestattet werden. Je nach Material der Deckengarnituren können unterschiedliche Kosten entstehen.

Arten der Särge


Welche Sargarten gibt es?

Die heute bekannteste Form ist ein Sarg aus Holz. Früher wurden insbesondere für den Klerus Särge verwendet, die aufwendig verziert und mit Gold beschlagen wurden. Neben der bekannten Form gibt es noch die Tumba, den Sarkophag und den Schrein. Die Tumba ist ein Grabmal aus Stein oder Metall. Optisch ähnelt diese Art dem Sarkophag, üblicherweise befindet sich aber kein Leichnam in der Tumba. Ein Sarkophag ist, anders als ein Holzsarg, für die dauerhafte Erhaltung bestimmt und ist meist freistehend. Im alten Ägypten wurde die Form dem menschlichen Körper angepasst und der Deckel zeigte eine stilisierte Darstellung des Kopfes des Verstorbenen.

Ein Schrein bezeichnet ein meist mit Edelstahl und Edelsteinen verzierten Sarg, welcher die Gebeine eines Heiligen beinhaltet. Ein gläserner Sarg wie im Märchen ist einzigartig. Der selig gesprochene Papst Johannes XXIII, welcher im Petersdom als Ganzkörperreliquie aufgebahrt ist, wurde in einem solchen beigesetzt.

Geschichte des Sarges


Woher stammt der Sarg?

Die Geschichte des Sarges geht bis in die Jungsteinzeit, etwa 3000 v.Chr., zurück. Die damaligen Särge wurden aus gespaltenen Baumstämmen gefertigt. Diese Baumsärge wurden, ausgehöhlt und mit Fellen verkleidet, für die Beisetzung Verstorbener genutzt. Es war üblich, die Särge aufwendig zu bemalen und zu schmücken. Dadurch sollte zum einen das Leben des Verstorbenen erzählt, aber auch dessen soziale Stellung verdeutlicht werden. In Särgen, welche aus der Jungsteinzeit stammen, wurden auch Grabbeigaben gefunden. Diese sollten das Wohlergehen der Verstorbenen im Jenseits sichern.

Im Mittelalter wurden sogenannte Konduktsärge aus Holz häufig nur als Transportmittel genutzt. Die ärmere Gesellschaft wurde in diesem vom Sterbeort zum Leichenhaus gebracht, in Leichentücher gewickelt und ohne Sarg begraben. Die Konduktsärge wurden mehrfach verwendet. Die Bestattung jedes Leichnams in einem eigenen Sarg wurde schlicht als Holzverschwendung angesehen. Ende des 19.Jahrhunderts änderte sich dieser Brauch aus hygienischen Gründen. In Deutschland herrscht bis heute unabhängig von der Bestattungsart die Sargpflicht.

Begriffsentstehung


Wie ist der Begriff des Sarges entstanden?

Die Bezeichnung Sarg löste die vorher verwendeten Wörter Totentruhe und Totenschrein ab. Der Begriff Sarg leitet sich von dem griechischen „sarkophagos“ ab. Ursprünglich wurde der Begriff für einen bestimmten Kalkstein genutzt, welcher die Eigenschaft hat, in kurzer Zeit die Verwesung einer Leiche herbeizuführen. Aus diesem wurden Särge gefertigt, bzw. der Stein wurde in das Innere eines Sarges gelegt. Der Begriff übertrug sich im Laufe der Zeit auf andere Steinarten und schließlich auch auf weitere dauerhafte Materialien. Der Begriff Sarg ist eine Kurzform des Wortes Sarkophags.

Autor: Annika Wenzel - Bildquelle: © U. Beyer - Slider 1: © Irina Hradský - Gestaltete Urnen und Särge - Slider 2: © Arcum - FLAMEA Särge


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