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Bestatter

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Berufsbilder des Bestatters


Wie wird man ein Bestatter?

Obwohl Menschen, die im Bestattungsgewerbe tätig sind, meist einfach als Bestatter bezeichnet werden, gibt es in diesem Tätigkeitsfeld verschiedene Berufsbilder. Grundlegende Qualifikation der meisten Bestatter ist die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Analog zu anderen handwerklichen Berufen gibt es auch hier Weiterbildungen zum geprüften Bestatter und zum Bestattermeister. Die Ausbildung ist jedoch keine zwingende Voraussetzung, um als Bestatter tätig zu sein. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt.
Thanatopraktiker sind ebenfalls häufig bei Bestattungsunternehmen oder in deren Umfeld tätig. Zum Arbeitsbereich des Thanatopraktikers gehören alle Tätigkeiten, die mit der ästhetischen und hygienischen Versorgung eines Toten verbunden sind.

Kosten der Bestatter


Was für Kosten fallen an?

Die Bestattungskosten können grob in Kostenpunkte für die Eigenleistungen (direkte Leistungen des Bestatters), Fremdleistungen (Dienstleistungen, die nicht direkt durch den Bestatter erfolgen) und Friedhofsgebühren eingeteilt werden. Zu den Bestatterleistungen, die bezahlt werden müssen, zählen u.a. der Sarg oder die Urne und die Überführung und das Einkleiden des Verstorbenen.
Die nachfolgende Grafik gibt Ihnen einen Überblick über die Durchschnittskosten für die Bestattereigenleistungen von über Bestattungen.de vermittelten Beerdigungen in 2014. Die anonyme Seebestattung und die anonyme Feuerbestattung sind hierbei die günstigsten Bestattungsarten im Jahr 2014.



Die Erben des Verstorbenen sind kostentragungspflichtig. Das bedeutet, dass die Erben die Bestattung zahlen müssen. Sollten Sie als Erbe dazu nicht in der Lage sein und der Nachlass die Kosten ebenfalls nicht decken, können Sie bei dem zuständigen Sozialamt eine Sozialbestattung beantragen.

Qualitätskriterien bei Bestattern


Woher weiß ich, ob ein Bestatter gut ist?

Jeder Bestatterverband hat in der Regel eigene Richtlinien, die von den Mitgliedern einzuhalten sind. Diese Richtlinien sind Voraussetzung für die jeweiligen Qualitätssiegel für Bestatter. So vergibt der Bundesverband Deutscher Bestatter das Markenzeichen „Bestatter - vom Handwerk geprüft“. Dieses Markenzeichen ist nach der Norm DIN EN ISO 9001:2008 vom TÜV Rheinland zertifiziert.
Die Norm fordert von den Betrieben zuverlässige und qualifizierte Beratung in allen Fragen der Bestattungsvorsorge und bei einem akuten Todesfall. Erreichbarkeit rund um die Uhr und eine transparente Gestaltung der Bestattungskosten sind wichtige Qualitätskriterien. Das Personal soll durch Weiterbildungen regelmäßig geschult werden. Außerdem muss ein breites Angebot an Trauerwaren und angemessene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Leistungen von Bestattern


Was macht ein Bestatter?

Die von Bestattern angebotenen Leistungen können variieren. Zu den üblichen Diensten gehören die Überführung und die hygienische Versorgung des Leichnams sowie die Durchführung von Bestattungen. Auch das Einkleiden und Einsargen des Verstorbenen gehört zur Standardleistung aller Bestattungsdienste.

Überführung


Was ist eine Überführung?

In der Regel wird der Verstorbene in einer ersten Überführung vom Sterbeort – sei es zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim – zu den Räumlichkeiten des Bestatters gebracht, wo die hygienische Versorgung vorgenommen wird. Bei einer Erdbestattung erfolgt danach die Überführung zu dem Friedhof, auf dem die Beisetzung stattfinden soll. Ist eine Einäscherung gewünscht, übernimmt der Bestatter die Überführung zum Krematorium und bringt beziehungsweise verschickt die Urne anschließend zum entsprechenden Beisetzungsort. Dabei kann es sich um einen Friedhof, einen Ruheforst oder auch die Reederei handeln, die die Seebestattung vornimmt.

Formalitäten


Wer kümmert sich um die Formalitäten?

Der Bestatter bietet üblicherweise die Erledigung der im Todesfall notwendigen Formalitäten an. Dazu gehören beispielsweise die Beantragung von Sterbeurkunden und die Einholung wichtiger Unterlagen für die Beisetzung. Auch die Abmeldung von Krankenkassen- und weiteren Versicherungsträgern kann vom Bestattungsunternehmen übernommen werden, wenn Sie dies wünschen. Üblicherweise entstehen durch diese Leistungen zusätzliche Kosten.

Weitere Leistungen des Bestatters


Was kann ein Bestatter noch für mich erledigen?

Falls Sie es wünschen, kann Ihr Bestatter auch die Dekoration oder Organisation von Trauerfeiern, die Bestellung von Grabschmuck sowie des Grabmals übernehmen. Die gesamte Kommunikation mit dem Friedhof beziehungsweise mit dem Waldfriedhof kann somit über das Bestattungshaus laufen. So haben Sie nur einen zentralen Ansprechpartner für alle Belange rund um das Begräbnis. Bei einer Seebestattung würde der Bestatter eine Reederei für die Beisetzung auf See beauftragen. Bei dem Vergleich mehrerer Angebote von Bestattern sollte stets geprüft werden, ob die anfallenden Friedhofsgebühren bereits im Angebot enthalten sind oder nicht. Diese Gebühren werden von den Friedhöfen festgesetzt und gehören nicht zu den Leistungen des Bestatters, daher werden sie nicht immer auf Kostenvoranschlägen aufgeführt.

Den richtigen Bestatter finden


Wie finde ich den richtigen Bestatter?

Um für eine Bestattung den passenden Bestatter im näheren Umkreis zu finden, können Sie Suchverzeichnisse im Internet nutzen. Hier können Bestatter nach Postleitzahl, Ort und Name gesucht werden. Im Internet sollten Sie mit sehr niedrigen Lockangeboten vorsichtig sein, mit denen sogenannte Discount-Bestatter werben. Diese sorgten in der letzten Zeit für negative Schlagzeilen und gelten als unseriös, weil im Nachhinein meist weitaus mehr Kosten entstehen als veranschlagt wurde. Jeder Ihrer Wünsche wird extra berechnet und auf das ursprüngliche Angebot aufgeschlagen. Zudem lässt die Qualität der Dienstleistung oftmals zu wünschen übrig. Wir empfehlen Ihnen insbesondere auf Bewertungen anderer Kunden zu achten, um einen seriösen Bestatter zu finden. Ein Verzeichnis mit Bestattungsunternehmen, die durch Kunden bewertet wurden finden Sie hier.

Bestatter Preisvergleich


Können Bestatter miteinander verglichen werden?

Ein Preisvergleich von Bestattungsunternehmen ist möglich und wird auch von Verbraucherschützern empfohlen. Die Stiftung Warentest meint: "Preisvergleiche lohnen sich. Bei aller Trauer und Wertschätzung für den Verstorbenen: Preisvergleiche sind nicht pietätlos. Im Gegenteil. Gerade weil Trauer und Erschöpfung die Urteilskraft beeinträchtigen, sollte man aufmerksam die Angebote prüfen." Holen Sie für den Vergleich die Angebote mehrerer Bestatter ein und achten Sie auf die Transparenz sowie den Umfang der Kosten und Leistungen. Anschließend können Sie diese miteinander abgleichen und das für Sie passende Unternehmen auswählen.
Unter dem nachfolgenden Button erreichen Sie unseren kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. Über diesen erhalten Sie Angebote für die gewählte Bestattungsart von Unternehmen für Ihre Region.

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Historie


Wie hat sich das Bestattungswesen im Laufe der Zeit verändert?

Bereits in der Antike existierten Unternehmen, die im Bestattungsgewerbe tätig waren. Wohlhabende Bürger konnten von diesen Beisetzungen sowie eine Trauerfeier organisieren lassen. In der Regel handelte es sich bei den Beisetzungen in der Antike um Feuerbestattungen. Im Mittelalter waren die Bestattungsriten vor allem durch die Kirche geprägt, die den gesamten Rahmen der Beisetzung vorgab. Feuerbestattungen waren – im Gegensatz zur Antike – in dieser Zeit aus religiösen Gründen nicht mehr üblich.
Erst im 19. Jahrhundert kamen private Bestattungsinstitute auf, die sich im Zuge der Säkularisierung von der Kirche emanzipierten. Erweiterte Kenntnisse über hygienische Risiken führten schließlich zur Eröffnung der ersten Krematorien. Die Stelle des Pfarrers oder Pastors als wichtigster Ansprechpartner der Hinterbliebenen im Todesfall hat längst der gewählte Bestatter eingenommen.

Weitere Quellen


Autor: Annika Wenzel - Bildquelle: © Beyer


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