Trauer ist eine emotionale Reaktion, die häufig durch den Todesfall einer vertrauten Person ausgelöst wird. Trauer kann unterschiedlich ausgedrückt werden. Zum einen können Emotionen wie Traurigkeit, Zurückhaltung oder Vermeidung von Lachen Trauer ausdrücken. Zum anderen kann Trauer auch durch Kleidung ausgedrückt werden. Trauernde des westlichen Kulturkreises tragen während der Trauerzeit oft dunkle oder schwarze Kleidungsstücke. Viele Hinterbliebene erlegen sich oft selbst eine Phase der Zurückhaltung auf, um das Andenken des Verstorbenen zu ehren.
Prozess der Trauer
Häufig spricht man bei der Trauer von einem Prozess, den Trauernde durchleben müssen. Allgemein wird dieser Prozess in vier Phasen aufgeteilt. In der ersten Phase erleben Trauernde einen Schockzustand. Dies ist meist die erste Reaktion auf den Verlust eines Angehörigen. Diese Phase hält in der Regel einige Stunden bis einige Tage an. Anschließend folgt eine Phase, in der man versucht, die Emotionen zu kontrollieren oder zu verdrängen. Die Verdrängung der Trauer nach dem Tod eines Angehörigen kann unter Umständen zu Depressionen führen, wenn zum Beispiel versucht, wird Emotionen mit Medikamenten oder Alkohol zu unterdrücken. In der dritten Phase setzt man sich mit dem Verlust auseinander. Der Trauernde nimmt hier häufig Abstand vom Lebensalltag, da nun eine Konfrontation mit der neuen Lebenssituation bevorsteht. In der letzten Phase folgt die Rückkehr in den normalen Alltag. Der Trauernde versucht, durch übliche Aktivitäten wieder in sein gewohntes Leben zurückzufinden.
Trauerhilfe
Der Trauerprozess kann unterschiedlich lang sein. Je nach Vertrautheit zu Verstorbenen kann die Zeit stark variieren. Im Volksmund spricht man häufig von einem Trauerjahr. Unter Umständen kann ein Jahr zu kurz sein, da selbst nach mehreren Monaten die Trauer wieder aufbrechen kann. Einrichtungen wie Trauerzentren können mit professionellen Beratern dabei helfen, den Trauerprozess besser zu bewältigen. Auch eine Trauerfeier im Rahmen der Beisetzung kann den Angehörigen helfen, sich von dem Verstorbenen zu verabschieden.
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Bildquelle: © David Niblack
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