Bekannt aus: RTL ntv Bild.de Die Welt
Mitglied bei: Mitglied bei Erfolgsfaktor Familie
Aufbahrung

Aufbahrung

Themenübersicht


Kostenlos Bestatter vergleichen

Aufbahrung


Was ist eine Aufbahrung?

Eine Aufbahrung meint die Ausstellung des Verstorbenen. Der Vorgang der Aufbahrung dient der Abschiednahme und häufig auch dem Begreifen des Todesfalls.

Möglichkeiten der Aufbahrung


Wie kann ein Leichnam aufgebahrt werden?

Es gibt sowohl die Möglichkeit einer offenen als auch die einer geschlossenen Aufbahrung. Bei der offenen Variante wird der Verstorbene in den geöffneten Sarg oder auf eine Totenbahre gelegt. Sie können den Verstorbenen ansehen und berühren, wenn Sie dies wünschen. Es gibt jedoch auch die geschlossene Form. Bei dieser wird der verschlossene Sarg zur Abschiednahme genutzt. Sie ist die mit 90 Prozent am häufigsten gewählte Möglichkeit.

  • Geschlossene Aufbahrung
    Geschlossene Aufbahrung
  • Mit rosa Rosen geschmückter Sarg
    Mit rosa Rosen geschmückter Sarg
  • Mit Rosen und Lilien geschmückter Sarg
    Mit Rosen und Lilien geschmückter Sarg
  • Mit roten Rosen geschmückter Sarg
    Mit roten Rosen geschmückter Sarg

Offene Aufbahrung


Was ist eine offene Aufbahrung?

Bei einem geöffneten Sarg erhalten Sie die Chance, sich noch einmal von dem Toten zu verabschieden. Insbesondere bei plötzlichen Sterbefällen wie beispielsweise einem Unfalltod kann die offene Aufbahrung helfen, den Tod begreifbar zu machen. Sollte im Vorhinein bereits eine Identifizierung stattgefunden haben, ist es von Vorteil, dass dieser Anblick nicht als letzter im Gedächtnis bleibt. Thanatopraktiker sind heutzutage in der Lage, Verstorbene in einer gepflegten Erscheinung für eine Aufbahrung vorzubereiten. Die Würde des Menschen soll auch nach dem Tod bestehen bleiben. Dazu gehört ein Anblick, welcher Sie nicht verschreckt, sondern Ihnen bei der Trauerbewältigung hilft.

Ablauf der offenen Variante


Wie läuft eine offene Aufbahrung ab?

Eine offene Aufbahrung kann unterschiedlich ablaufen. Teilweise wünscht der engste Familienkreis, vor der eigentlichen Trauerfeier die Möglichkeit eines ruhigen Abschieds zu erhalten. Die Hinterbliebenen können sich dann einzeln oder gemeinsam verabschieden. Anschließend wird der Sarg geschlossen in der Trauerhalle aufgestellt. Die genaue Ausgestaltung können Sie mit Ihrem Bestatter besprechen. Je nachdem, wie Sie sich den Ablauf wünschen, sollten Sie diesen auch gestalten.

Geschlossene Aufbahrung


Aufstellen des geschlossenen Sarges

Die geschlossene Aufbahrung ist die am meisten gewählte Form in Deutschland. Der Sarg wird üblicherweise mit Blumenschmuck dekoriert in der Trauerhalle aufgestellt. Die Trauerfeier wird dann vor dem Sarg abgehalten. Anschließend wird dieser zur Grabstätte getragen. Bei einer Feuerbestattung ist die Aufbahrung eines verschlossenen Sarges im Zuge einer Trauerfeier ebenfalls möglich, sofern Sie eine Feier vor der Kremierung wünschen. Der Ablauf einer geschlossenen Aufbahrung entspricht üblicherweise der einer Trauerfeier.

Die nachfolgende Grafik zeigt die geschlossene Aufbahrung eines Sarges sowie die typische Sitzordnung bei einer Trauerfeier.

Sitzplan der Trauerfeier

Aufbahrung zu Hause?


Kann ich zu Hause Abschied nehmen?

Üblicherweise ist der gewählte Ort für eine Aufbahrung die Leichenhalle des Friedhofes. Es ist jedoch ebenfalls möglich, diese zu Hause durchzuführen. Das hat den Vorteil, dass Sie sich in aller Ruhe und in einer vertrauten Umgebung verabschieden können. In vielen Bundesländern ist dies innerhalb der ersten 36 Stunden nach dem Tod möglich. Ist der Todesfall in einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim eingetreten, kann meist auch dort ein Abschiedsraum genutzt werden. Immer mehr Bestatter bieten zudem eigene Räumlichkeiten an. Es besteht in der Regel immer die Möglichkeit, dass Sie den Verstorbenen nach Hause bringen lassen, um sich dort zu verabschieden. In einigen Ländern ist es noch heute üblich, dass der Verstorbene Zuhause aufgebahrt wird. Die Freunde und Nachbarn verabschieden sich dann direkt im Trauerhaus von dem Toten. Dieser wird entweder in seinem Bett oder in einem Sarg offen aufgebahrt. In Deutschland ist dieses Vorgehen nicht mehr üblich.

Kosten


Was kostet eine Aufbahrung?

Die Kosten für eine Aufbahrung variieren mit den entsprechenden Leistungen, sind aber auch von Bestatter zu Bestatter unterschiedlich. Eine offene Aufbahrung inklusive Dekoration der Halle mit Blumen und Kerzen ist teurer als eine geschlossene Aufbahrung. Die Todesursache ist ebenfalls ein Faktor, der bei den Kosten berücksichtigt werden muss. Bei einer aufwendigen hygienischen und kosmetischen Versorgung, beispielsweise bei einem Unfalltod leistet der Bestatter wesentlich mehr. Er investiert in der Regel mehr Zeit als bei einem natürlichen Todesfall aufgrund von Altersschwäche. Fragen Sie Ihren Bestatter und lassen Sie sich die einzelnen Kostenpunkte und Leistungen erklären.

Trauerarbeit


Kann eine Aufbahrung bei der Trauerbewältigung helfen?

Eine ruhige Verabschiedung vor der Bestattung kann dabei helfen, die Trauer zu verarbeiten. Die Aufbahrung macht den Tod des geliebten Menschen begreifbar. Häufig ist der Todesfall eines nahe stehenden Menschen für Angehörige und Freunde nur schwer zu fassen, besonders in Fällen, bei denen der Tod sehr plötzlich und überraschend eingetreten ist.
Vor der Aufbahrung ist es mitunter ebenfalls möglich, dass Sie als Angehörige bei der Totenwaschung mitwirken. Auch dieser Prozess hilft dabei, Abschied zu nehmen. Inzwischen bieten viele Bestatter diese Möglichkeit an.

Thanatopraxis


Was ist das Berufsbild eines Thanatopraktikers?

Der Thanatopraktiker ist eine Spezialisierung des Bestatters, die unter anderem eine moderne Technik des Einbalsamierens für Auslandsüberführungen enthält. Die Hauptaufgabe dieses Berufes ist die Aufbahrung eines Verstorbenen und die damit zusammenhängende ästhetische und hygienische Versorgung des Toten. Die Thanatopraktiker ermöglichen den Angehörigen eines Unfallopfers durch eine offene Aufbahrung einen persönlichen Abschied. Die Bezeichnung „Geprüfte/r Thanatopraktiker/in“ wird nach mehreren theoretischen und praktischen Schulungen sowie der Abschlussprüfung vor der Handelskammer verliehen.

Geschichte der Aufbahrung


Wie ist die Aufbahrung entstanden?

Die Aufbahrung von Toten wurde bereits im Alten Ägypten praktiziert. Auch später war es üblich, dass die Verstorbenen zu Hause hygienisch versorgt und bis zur Beerdigung dort aufgebahrt wurden. Am Tag der Beisetzung zog dann die Trauergemeinde mit dem Leichnam von dem Haus des Toten zum Friedhof.
Die Entstehung der Krankenhäuser und Hospize befreite die Hinterbliebenen von der Aufgabe der Versorgung eines Verstorbenen. Obwohl immer noch eine Vielzahl der Todesfälle in den eigenen vier Wänden eintritt, gehört der Tod nicht mehr zum Alltag. In der heutigen Gesellschaft wird das Thema Sterben regelrecht tabuisiert. Der Vorteil dieser Wandlung ist in der Herausbildung neuer Berufsgruppen wie beispielsweise der Thanatopraxie zu sehen. Dieser Berufszweig beschäftigt sich mit der hygienischen und ästhetischen Versorgung eines Toten. So werden beispielsweise Unfallopfer von Thanatopraktikern für eine Aufbahrung vorbereitet.

Weitere Quellen

  • Verband Dienstleistender Thanatologen - www.thanatologen.de
  • Ida Lamp und Karolin Küpper-Popp "Abschied nehmen am Totenbett: Rituale und Hilfen für die Praxis"ISBN: 978-3579031910

Autor: Annika Wenzel - Bildquelle: © Kzenon / Fotolia.com - Slider: © Beyer


Bewertung dieser Seite: 4.4 von 5 Punkten. (21 Bewertungen)
Finden Sie diese Seite hilfreich? Geben auch Sie mit einem Klick auf die Sterne Ihre Bewertung ab.
(1 Stern: Wenig hilfreich, 5 Sterne: Sehr hilfreich)