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Die schönsten Grabsteine

Auf dieser Seite präsentiert Bestattungen.de die Bestplatzierten des Bestattungen.de-Awards 2012 in der Kategorie „Die schönsten Grabsteine“:

Das Grabmal „Allein“ ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verlust eines
Kindes. Kinder sind eine Chiffre für die Zukunft der Menschheit; stirbt ein Kind, stirbt
ein Stück Zukunft. Die dargestellte Familie hat einen festen Umriss und verkörpert
Halt und Schutz. Die Lichtstrahlen, die durch das geschichtete Glas fallen, suggerieren
Heiterkeit – ein Kontrast zur harten Realität, dem Verlust. Die Eltern scheinen
sich auf die Leere zu stützen, die zwischen ihnen bleibt. Vor ihnen liegt die Erinnerung
an eine erloschene Zukunft.

Platz 2: Gerling Natursteinwerkstätten, Höhr-Grenzhausen

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Das Grabmal der Gerling Natursteinwerkstätten zeigt zwei Figuren aus zwei verschiedenen Steinarten.
Dieses Grabmal wurde für ein verstorbenes Ehepaar geschaffen. Auf schöne
Weise zitiert Thomas Gerling den Lebensweg der beiden Menschen, der eine kam aus der
Eifel, der andere aus dem Taunus. Verwendet wurde daher regional vorkommendes
Gestein – einmal Eifelsandstein und einmal Mainsandstein. Beide Figuren schmiegen
sich aneinander und sehen sich an. So wird das Band der Ehe auch nach dem
Tod versinnbildlicht.

Platz 3: Nikolaus Seubert, Berlin

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Die Arbeit des Steinbildhauermeisters Nikolaus Seubert wurde für eine junge Frau
geschaffen, die durch eine Krankheit unerwartet aus dem Leben gerissen wurde.
Die Doppelstele besteht aus bearbeitetem Sandstein. Beide Stelen werden durch
eine Brücke aus Edelstahl miteinander verbunden. Auf der rechten Seite ist eine
Sonne aus Emaille in den Stein eingelassen. Links sind ein Tor und eine Treppe in
den Stein eingearbeitet. Diese symbolisieren – je nach Betrachtung – den gegangenen
oder den zu gehenden Weg.

Platz 4: Carl Schütt + Sohn, Hamburg

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Rheinischer Basalt und Sächsischer Schiefer wurden für die beiden Steinhälften des
Familiengrabmals von Carl Schütt + Sohn verwendet – beide Steine
bilden die jeweiligen Charaktere der Eheleute ab. Ein Messingstab verbindet beide
Hälften, von außen unscheinbar, doch Eingeweihte können den Stab auf der Rückseite
herausziehen. Dann erscheint der Spruch „Die Liebe gibt Kraft, Brücken zu
bauen“. Ein Anklang an den Ehemann, der mit Leib und Seele Brückenbauingenieur
war. Dieser Spruch symbolisiert zugleich die Liebe zueinander, die Brücken baut.

Platz 5: Stefan Link, Kallmünz

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Das Grabmal von Bildhauer Stefan Link aus Kallmünz besteht aus einer ungewöhnlichen Kombination
aus Eichenholz und Glas. Die robusten Eichenblöcke stehen in ihrer Festigkeit als
Symbole für den verstorbenen Menschen und für den Tod. Die Blöcke werden durch
Glasplatten miteinander verbunden, durch die hindurch Licht scheint. Das Licht soll
die Härte der statischen Holzblöcke umschmeicheln und mildern. Das Licht steht für
die Hoffnung, dass wir nach dem Tod in einem neuen Licht weiterleben.

Platz 6: Stilvolle Grabsteine, Weimar

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Der Grabstein mit dem Namen „Claire – Grabmal mit Sternenguckerin“ aus dem
Hause Stilvolle Grabsteine aus Weimar verbindet künstlerisch gestaltete Bronze und
urtümlichen Dresdener Elbsandstein miteinander. Die Bronzefigur der Sternenguckerin
blickt sehnsuchtsvoll in den Himmel hinauf, so als würde sie die Seele des
Verstorbenen suchen. Der Stein, auf dem sie sitzt, wurde grob, beinahe felsenartig
ausgestaltet. Der Dresdener Elbsandstein wirkt durch seinen gelblichen-changierten
Ton besonders warm und spendet dem Betrachter Trost und Zuversicht.

Platz 7: Johannes Twielemeier, Aachen

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Der Steinmetz und Steinbildhauer Johannes Twielemeier aus Aachen schuf ein liegendes
Grabmal aus belgischem Kalkstein. Die plastisch aus dem Stein hervortretende
Spirale steht für den Lebensweg des Verstorbenen. Die Spirale wurde aus dem
massiven Stein herausgearbeitet und nur am Rand, dort wo die Inschrift auf dem Stein platziert wurde,
überschliffen. Die Formgebung wurde bewusst gewählt. Die Spirale entwickelt sich aus dem Quadrat heraus, dem Symbol für
die Begrenztheit alles Irdischen, und schwingt sich auf in neue Sphären.

Platz 8: SteinBildhauerei Gräf, Sprockhövel

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Steinbildhauermeister Henner Gräf fertigte den Stein mit dem Namen „Der Ursprung
des Lebens – Die Reise“ an. Insgesamt sieben Hinterbliebene haben ihre Wünsche
und Vorstellungen darin vereint, daher gibt es auch keinen einheitlichen Titel. Das
Boot als Grundform ist ein Zeichen des Übergangs. Der ovale Steinkern ist ein Verweis
auf den Familiennamen und zugleich steht er für ein Samenkorn. In der Mulde
sammelt sich Wasser, Grundlage des Lebens. Die Bohrungen markieren zwei Felder,
für jeden der Ehepartner eines.

Platz 9: Steinart, Köln

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Das Grabmal des Steinmetzmeisters und Steinbildhauers Andreas Rosenkranz
aus Köln beschreitet den Weg in die Zukunft. „Come together“ – dieser Name steht
für Vernetzung und Zusammenkunft. Der schwarze Grabstein aus Granit trägt ein
vierteiliges ,,QR-Code-Puzzle“ aus hellem Carrera-Marmor, das in Kreuzanmutung
angelegt ist. Dieser QR-Code kann mit einem Smartphone eingelesen werden und
führt den Besucher der Grabstelle via Internet auf einen immer aktuellen, wöchentlich
wechselnden Link zum Andenken an den Verstorbenen.

Platz 10: Steinbildhauerei Prosenc, Castrop-Rauxel

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Die „Blumenstele“ von Steinbildhauer Denis Prosenc wurde aus Halmstad, einem
nordischen Granit, gefertigt. Bei der Bearbeitung wurden bewusst Spuren hinterlassen,
die Spuren des Lebens. In die Oberfläche sind mit Farbe bunte Wildblumen
eingebracht. Es handelt sich dabei um Wiesenblüten. Mit deutlicher Übertriebenheit
will sich der Stein bewusst absetzen und mit aller Kraft auf die Naturverbundenheit
des Verstorbenen hindeuten. Der Stein strahlt mit seinen Farben deutlicher als jeder
hochglanzpolierte Granit.