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Verlosung einer Sterbegeldversicherung: Menschenverachtend oder enttabuisierend? Bestattungen.de fordert gesellschaftlich offeneren Umgang mit dem Tod

Hamburg, 16. März 2011 – Morgen fällt das Urteil im Verfahren Bundesverband Deutscher Bestatter gegen den Sender Radio Galaxy aus Aschaffenburg. Der Bestatterverband will vor dem Landgericht Aschaffenburg ein nachträgliches Verbot eines kontrovers diskutierten Gewinnspiels des Senders erwirken. Hintergrund: Radio Galaxy hatte unter dem Motto „Gewinne Deine eigene Beerdigung“ eine Sterbegeldversicherung in Höhe von 3.000 Euro verlost. Deutschlands führender Bestattervergleich Bestattungen.de unterstützt dabei Radio Galaxy. Geschäftsführer und Bestattungsexperte Fabian Schaaf erläutert die Hintergründe: „Heutzutage wird der Tod verdrängt. Das Gewinnspiel von Radio Galaxy enttabuisiert das Thema. Wir müssen als Gesellschaft wieder offener damit umgehen.“ Den Vorwurf, dass die Verlosung und das Motto menschenverachtend seien, kontert Schaaf: „Unser Leben ist endlich. Niemand kommt an einer Bestattung vorbei. Wir können das Thema nicht dauerhaft verdrängen. Radio Galaxy bringt es für die jugendliche Zielgruppe auf den Punkt!“

Wie Radio Galaxy fordert Bestattungen.de mehr Offenheit in einer Branche, die Neuem gegenüber nicht immer aufgeschlossen ist. In einer internen Publikation warnt der Bestatterverband seine Mitglieder sogar vor einer Zusammenarbeit mit Vergleichsportalen. „Es ist bedauernswert, dass der Verband nicht mit der Zeit geht. Das Internet bietet für Angehörige neue, bessere Informationsmöglichkeiten“, führt Experte Schaaf aus.

Bereits vor zwei Jahren hatte Stiftung Warentest den Vorwurf der Pietätlosigkeit von Bestattervergleichen entkräftet und dazu geraten, Leistungen von Bestattern zu vergleichen und deren Angebote aufmerksam zu prüfen. „Kein seriöser Bestatter muss den Vergleich seiner Leistungen scheuen. Nur die schwarzen Schafe, die es in jeder Industrie gibt, wollen sich mit dem vorgeschobenen Argument der Pietätlosigkeit einem Vergleich entziehen“, erläutert Schaaf.

Leidtragende dieser Verschleierungstaktik sind die Angehörigen. Diese wissen meistens nicht, was bei einem Todesfall zu tun ist und welche Kosten für eine Bestattung entstehen. Deshalb fordert Bestattungen.de ein Umdenken beim Bestatterverband.


Pressekontakt: Anja Rohde - 040/ 609 409 23 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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