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Mangelnde Vorsorge: Über 70 Millionen Deutsche ohne Patientenverfügung

Hamburg, 29. September 2011 – Nur jeder zehnte Erwachsene sorgt mit einer Patientenverfügung vor, so das Ergebnis einer aktuellen Bestattungen.de-Untersuchung. Obwohl über 70 Prozent der Bevölkerung die Patientenverfügung begrüßen, haben nach Schätzung der Experten fast 90 Prozent der über 18-Jährigen Deutschen keine Patientenverfügung hinterlegt. Folge: Bei Unfall oder schwerer Krankheit können die Wünsche des Patienten zur medizinischen Behandlung oft nicht berücksichtigt werden.

Die seit 2009 gesetzlich verankerte Patientenverfügung regelt, was medizinisch unternommen werden soll, wenn der Patient den eigenen Willen nicht mehr äußern kann. 58 Prozent der Befragten ohne Patientenverfügung geben als Grund an, sich mit dem Thema schlicht nicht auseinandergesetzt haben. 22 Prozent wollen sie erst im höheren Alter verfassen und 12 Prozent scheuen die Auseinandersetzung mit Tod und Krankheit.

„Ein schwerwiegender Fehler“, sagt Bestattungen.de-Geschäftsführer Fabian Schaaf. „Unfall und Krankheit können uns auch in jungen Jahren treffen. Fehlt eine Patientenverfügung, müssen im Ernstfall meist emotional betroffene Angehörige Entscheidungen für den Patienten treffen. Dies führt unter Umständen zu medizinischen Maßnahmen, die nicht im Sinne des Patienten sind – etwa eine künstliche Ernährung.“

Aufgrund der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft geht Bestattungen.de davon aus, dass die Zahl der Patienten steigen wird, die nicht mehr für sich selbst entscheiden können. Experten schätzen, dass im Jahr 2020 rund 25 Prozent mehr Menschen in Pflegeheimen betreut werden müssen als heute. Insgesamt werden dann 900.000 Deutsche stationär gepflegt. Zusätzlich nehmen laut Statistischem Bundesamt schwere Krankheiten wie Krebs zu, bei denen Betroffene im Endstadium oft keine eigenen Entscheidungen mehr treffen können.

Die Experten von Bestattungen.de sehen beim Thema Vorsorge akuten Handlungsbedarf. Die Krankenkassen sollen bereits dazu verpflichtet werden, Mitglieder bei der Ausgabe der neuen Gesundheitskarte zu einer Entscheidung bezüglich ihrer Bereitschaft zur Organspende aufzufordern. „Krankenkassen sollten in Zukunft dazu verpflichtet werden, ihre Mitglieder auch über die Patientenverfügung zu informieren und sie zu einer bewussten Entscheidung über die Abgabe aufzufordern. Die persönliche Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod sollte Pflicht werden“, fordert Schaaf.

Bestattungen.de rät dazu, bereits frühzeitig eine Patientenverfügung zu formulieren und das Thema auch mit der eigenen Familie zu besprechen. Das Internetportal gibt auf der eigenen Webseite Tipps und Hinweise, wie man eine Patientenverfügung erstellt.

Mehr Informationen unter: www.bestattungen.de/ratgeber/vorsorge/patientenverfuegung.html


Pressekontakt: Anja Rohde - 040/ 609 409 23 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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