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Sterbehilfe

Sterbehilfe

Themenübersicht


Erklärung


Was bedeutet Sterbehilfe?

Der Begriff Sterbehilfe umfasst die Hilfe und Unterstützung beim Sterben bis hin zur aktiven Tötung einer sterbenden oder schwerstkranken Person. Sterbehilfe ist in Deutschland ein stark diskutiertes Thema. Viele Menschen befürworten die Sterbehilfe in einigen Fällen, um das Leiden der Sterbenden zu verringern. Manche sind jedoch erbitterte Gegner, die Missbrauch und einen leichtfertigen Umgang mit dem Leben befürchten.
In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe, d.h. die aktive Herbeiführung des Todes verboten. Die Niederlande, Belgien, Luxemburg und die Schweiz haben die Sterbehilfe in unterschiedlichen Ausmaßen legalisiert.

Aktive Sterbehilfe


Was ist aktive Sterbehilfe?

Leistet man aktive Sterbehilfe, so bedeutet dies, dass etwas aktiv unternommen wird, um das Leben eines anderen Menschen zu beenden. Ein Beispiel für das aktive Herbeiführen eines Todesfalls ist die Verabreichung einer Überdosis von Medikamenten.
Das Abschalten einer lebenswichtigen Maschine, wie etwa ein Beatmungsgerät, gehört jedoch nicht in diesen Bereich, da in diesem Fall eine bestehende Versorgungsmaßnahme lediglich unterlassen wird. Das aktive Verhelfen zum Tod ist in Deutschland verboten. Auch wenn Sie sich als Patient wünschen, dass Ihnen eine Überdosis eines Medikaments verabreicht wird, so macht sich die verabreichende Person damit strafbar.

Passive und indirekte Sterbehilfe


Was bedeutet passive Sterbehilfe?

Bei der passiven Sterbehilfe werden Therapien und medizinische Maßnahmen, die der Lebenserhaltung dienen, nicht mehr fortgesetzt oder gänzlich unterlassen. Dies kann also bedeuten, dass der Patient wichtige Medikamente nicht mehr erhält oder ein laufendes Beatmungsgerät abgeschaltet wird. Die Folge ist, dass der Patient ohne weitere Behandlung an seiner Erkrankung oder seinen Verletzungen verstirbt. Der Patient wird natürlich weiterhin der Menschenwürde entsprechend versorgt, also beispielsweise gewaschen und ernährt. Das Eintreten des Todes wird allerdings nicht medizinisch verhindert. Dieses Vorgehen wird häufig in Hospizen praktiziert.
Hat der Patient den Wunsch geäußert, dass medizinische Maßnahmen unterlassen werden sollen, so ist dies nicht strafbar. In einer Patientenverfügung können Sie bindend festlegen, dass Sie die passive Sterbehilfe wünschen.
Die indirekte Sterbehilfe ist ebenfalls straffrei. Bei dieser Form handelt es sich um Behandlungen, die kurzfristig den Zustand des Patienten verbessern, langfristig jedoch das Leben verkürzen. Dazu gehört etwa die Gabe von starken Schmerzmitteln mit Morphinen.

Sterbehilfe und Patientenverfügung


Was ist eine Patientenverfügung?

In einer Patientenverfügung sind die Wünsche des Verfassers bezüglich medizinischer Maßnahmen festgelegt. Die Verfügung wird wirksam, wenn sich der Patient nicht mehr selbst äußern kann, etwa durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit. Die festgehaltenen Wünsche des Patienten sind für Betreuer und Ärzte bindend. Werden die Patientenangaben nicht beachtet, so kann dies als Körperverletzung geahndet werden.
Sie können festlegen, dass eine passive Sterbehilfe stattfinden soll, indem Sie etwa verfügen, dass Sie nicht künstlich beatmet werden möchten. Eine aktive Sterbehilfe erlaubt die Patientenverfügung jedoch nicht.

Im Folgenden können Sie sich das Formular für Ihre Patientenverfügung herunterladen und danach ausdrucken und ausfüllen. Teilen Sie einer Vertrauensperson mit, wo Sie Ihre Patientenverfügung aufbewahren. Sie können Ihrem Hausarzt auch eine Kopie Ihrer Verfügung geben, damit dieser sofort über die gewünschten Maßnahmen Bescheid weiß.

  • Patientenverfügung - Seite 1
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Autor: Annika Wenzel - Bildquelle: Headerbild © C. Sollmann / Bestattungen.de, Patientenverfügung © Bestattungen.de


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