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Ruhezeiten

Ruhezeiten

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Definition


Was bedeutet Ruhezeit?

Als Ruhezeit wird jene Zeitspanne bezeichnet, welche zwischen der Beisetzung eines Verstorbenen und der Neubelegung der Grabstelle liegt. Die Dauer der Ruhezeit ist nicht gesetzlich festgelegt und wird von den Friedhofsträgern geregelt. Werden mehrere Verstorbene nacheinander im selben Grab beigesetzt (etwa bei Familiengräbern), muss immer die Mindestruhezeit des zuletzt Beigesetzten beachtet werden. Somit wird sichergestellt, dass die Überreste des Leichnams und des Sarges vor der Neubelegung vollständig vergangen sind.

Dauer der Ruhezeit


Wie lange dauert die Ruhezeit?

Die Dauer der Ruhezeit hängt von mehreren Faktoren ab. Der Friedhofsträger entscheidet anhand der Bodenbeschaffenheit, der gewählten Grabart und der Friedhofsauslastung über ihre Dauer. In der Regel betragen die Ruhezeiten der Erdgräber zwischen 20 und 30 Jahren bei Erwachsenen und zwischen 10 und 20 Jahren bei Kindern. Urnengräber haben meist kürzere Ruhezeiten als Erdgräber. Sie können sich bei der Friedhofsverwaltung über die Ruhezeiten erkundigen oder diese der Friedhofsordnung entnehmen. Auf der Seite friedhofsgebueren.org finden Sie eine Vielzahl an Friedhofsgebührenordnungen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den Ruhezeiten auf Friedhöfen in den 20 größten Städten Deutschlands. Die Ruhefristen weichen auf einigen Friedhöfen innerhalb einer Stadt voneinander ab.

Verlängerung der Ruhezeit


Was passiert nach Ablauf der Ruhezeit?

Nach dem Ablauf der Ruhezeit wird die Grabstelle in der Regel aufgelöst, eingeebnet und neu vergeben. Sie als Angehöriger können die Nutzungsrechte der Grabstelle verlängern, indem Sie die in der Friedhofsordnung festgesetzte Gebühr zahlen. Die Verlängerung kann jedoch nicht für jede beliebige Grabform beantragt werden. Die Möglichkeit der Ruhezeitverlängerung besteht in der Regel für Wahlgräber, welche sich besonders für Familiengräber eignen. Bei gewöhnlichen Reihengräbern ist es dagegen nicht möglich. Informieren Sie sich bei der zuständigen Friedhofsverwaltung über die Verlängerungsmöglichkeit der Ruhezeit.

Unterschiede bei den Ruhezeiten


Warum unterscheiden sich die Ruhezeiten?

Die Einhaltung der Ruhezeit garantiert die vollständige Zersetzung der Grabreste bis zur Neuvergabe der Grabstelle. Dies gilt sowohl für Urnen- als auch für Erdgräber. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse bestimmen die Geschwindigkeit des Zersetzungsprozesses, so dass die Ruhezeiten von Friedhof zu Friedhof beträchtlich schwanken können. Manche Böden beschleunigen den Zersetzungsprozess, andere verzögern diesen oder führen sogar zu einer Konservierung des Leichnams. Vor allem luftundurchlässige Lehmböden und hoher Grundwasserstand behindern die Zersetzung des Körpers. Extreme Trockenheit kann außerdem die Ursache einer Mumifizierung sein. Auf Friedhöfen, bei denen sich die Bodenverhältnisse ändern, ist gelegentlich eine Umbettung des Leichnams in ein anderes Grab oder eine Überführung auf einen anderen Friedhof notwendig.

Autor: Anja Rohde - Bildquellen: Headerbild © C. Sollmann, Grafik Ruhezeiten © Bestattungen.de


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