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Friedhofskapelle

Friedhofskapelle

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Erklärung


Was ist eine Friedhofskapelle?

Als Friedhofskapelle bezeichnet man in der Regel kleinere kirchliche Gebäude auf einem Friedhof, in denen Gottesdienste, Andachten und Trauerfeiern abgehalten werden. Der Begriff Kapelle geht auf das latenische „cappa“, zu deutsch: „Mantel“ zurück und bezeichnete ursprünglich den Ort in Paris, an dem die Mantelhälfte des heiligen Martin von Tours als Reliquie aufbewahrt wurde. Die Bezeichnung erfuhr im Laufe der Zeit eine inhaltliche Erweiterung und umfasst heute größeren Sakralbauten anhängende Gebetsräume und freistehende kleinere Gotteshäuser.

Im Folgenden haben wir Ihnen eine Bildauswahl von Friedhofskapellen zusammengestellt. Diese Kapellen stehen auf Friedhöfen, die beim Bestattungen.de-Award 2015 zu den schönsten Ruhestätten Deutschlands gewählt wurden.

  • Alte Kapelle - Sennefriedhof Bielefeld
    Alte Kapelle auf dem Sennefriedhof Bielefeld
  • Neue Kapelle - Sennefriedhof Bielefeld
    Neue Kapelle auf dem Sennefriedhof Bielefeld
  • Trauerkapelle - Alter Friedhof Schwerin
    Trauerkapelle auf dem Alten Friedhof Schwerin
  • Kapelle - Alt-Mariendorf II Berlin
    Kapelle auf dem Berliner Friedhof Alt-Mariendorf II
  • Kapelle - Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde Wuppertal
    Kapelle auf dem Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde Wuppertal
  • Friedhofskapelle - Friedhof Ümmingen Bochum
    Kapelle auf dem Friedhof Ümmingen in Bochum

Entwicklung


Wie hat sich die Friedhofskapelle entwickelt?

Vorläufer der heutigen Friedhofskapelle lassen sich nördlich der Alpen bereits um das 11. Jahrhundert herum ausmachen. Diese Gebäude waren schon damals oft zweigeschossig. Im Obergeschoss befand sich ein Altarraum, in dem Messen für die Toten abgehalten werden konnten, während im Untergeschoss Gebeine aufbewahrt wurden. Diese Bauten wurden entsprechend auch als Beinhaus oder Ossuarium (vom lateinischen „os“ für Knochen) bezeichnet. Seit dem 18. Jahrhundert wurden die Friedhofsflächen vielerorts zunehmend an den äußeren Rand der besiedelten Räume verlagert, weg von zentral gelegenen kirchlichen Bauten. So entstand ein zunehmender Bedarf an kleinen kirchlichen Bauten in Friedhofsnähe, dem entweder durch den Bau neuer Räumlichkeiten oder durch das Umwidmen bestehender Gebäude zu Friedhofskapellen entsprochen wurde.

Funktionen


Wofür wird eine Friedhofskapelle genutzt?

Kapellen können verschiedenen Funktionen dienen und werden oftmals entsprechend benannt. So gibt es neben der Friedhofskapelle beispielsweise auch Sakramentskapellen, die in großen Kirchen oft der stillen Andacht abseits vom Besucherbetrieb dienen, und Grabkapellen, mit denen häufig ein als Grabstätte genutzter kirchlicher Raum bezeichnet wird. Am bekanntesten ist neben der Friedhofskapelle auch die sogenannte Taufkapelle, die es heute vor allem noch in Italien gibt; das räumliche Abtrennen der Taufkapelle von der Kirche sollte früher verhindern, dass noch ungetaufte Menschen die Kirche betraten.

Beispiele berühmter Friedhofskapellen


Wo finde ich bekannte Kapellen?

Noch heute sind einige berühmte Friedhofskapellen erhalten, deren bauliche Ursprünge teilweise an das Ende des ersten Jahrtausends zurückreichen. So wurde die Friedhofskapelle Bebertal wahrscheinlich ursprünglich bereits um das 10. Jahrhundert herum als kleine Taufkirche erbaut. Besonders in Österreich gibt es noch heute mehrere Friedhofskapellen aus dem 12., 14. und 16. Jahrhundert. Die Magdalenenkapelle Hall etwa ist die älteste Friedhofskapelle Tirols. Einige der alten Friedhofskapellen weisen zudem kunsthistorisch interessante Wandmalereien auf, so etwa die Friedhofskapelle Peggau und die Friedhofskapelle Pinkafeld.

Autor: Anja Rohde - Bildquellen: Headerbild © C. Sollmann, Bildergalerie Friedhofskapelle (beginnend mit Alte Kapelle auf dem Sennefriedhof Bielefeld) © Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld / Jörg Lehmann / Cornelia & Mario Thiede / Friedhofsverwaltung Niederländisch-reformierte Gemeinde in Wuppertal / Ulrike Frielinghaus


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