
Bestattung von Sternenkindern
Obwohl die Sterblichkeit von Kindern in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken ist, gibt es jährlich ca. 1.500 Sternenkinder. Lange Zeit erhielten diese keine standesamtliche Registrierung. Auch eine Bestattung auf einem Friedhof war nicht vorgesehen. Inzwischen wurden die Regelungen jedoch zugunsten der Eltern geändert. Totgeborene sowie nicht lebensfähige Kinder mit einem Gewicht von unter 500 Gramm werden nun standesamtlich erfasst. Auch eine normale Bestattung ist möglich. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn ein Grab, an dem getrauert werden kann, ist für die Hinterbliebenen wichtig.
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Schwieriger Abschied von Sternenkindern
Der Abschied von Sternenkindern ist für Eltern meistens ein langwieriger und schwerer Prozess, der viel Kraft kostet. Da es keine Möglichkeit gab, sich über Jahre hinweg um das Kind zu kümmern, wird der frühe Verlust kaum realisiert. Familie und Freunde haben mitunter nur begrenzt die Möglichkeit, die Trauer der Eltern eines Sternenkindes nachzuvollziehen. Daher suchen Eltern, die ein Kind verloren haben, auch außerhalb des eigenen Umfelds nach Unterstützung und nach Verständnis. Wichtig ist besonders das Gefühl, dass man mit seinem Schicksal nicht allein ist.
Trauerbewältigung der Eltern
Eltern von Sternenkindern geben sich oft besonders viel Mühe, um dem Kind zu gedenken. So werden beispielsweise Internetseiten erstellt, die nur dem Kind gewidmet sind. In Gästebüchern können die Besucher der Seite eigene Gedanken hinterlassen. Meist sind diese Gedenkseiten besonders liebevoll gestaltet. Eltern haben damit das Gefühl, etwas für ihr Kind tun zu können und geben sich daher viel Mühe, die Seiten zu erstellen, mit Inhalten zu füllen und zu dekorieren.
Bildquelle: © Matthias Preisinger / pixelio.de





