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Wachsendes Interesse an Aschestreuwiesen

Interesse an Aschestreuwiesen

Es gibt viele Möglichkeiten für die Beisetzung der Totenasche nach der Kremation. Eine dieser Möglichkeiten ist die Verstreuung der Asche auf einer sogenannten Aschestreuwiese. Das Interesse an dieser Beisetzungsform wächst stetig, sodass immer mehr Friedhöfe Aschestreuwiesen für die Bestattung anbieten.

Neue gesellschaftliche Ansprüche

In den letzten Jahren haben sich die gesellschaftlichen Bedürfnisse stark gewandelt. Auch im Bestattungswesen gibt es andere Ansprüche als beispielsweise noch vor 50 Jahren. Die Individualität und damit die Freiheit bei der Organisation und Durchführung einer Bestattung bekommt einen immer größeren Stellenwert. Dies ist besonders bei den nachgefragten Bestattungsarten zu sehen. Das Interesse an natürlichen Bestattungen, wie etwa der Beisetzung der Urne im Wurzelwerk eines Baumes oder der Seebestattung, steigt. Auch die Verstreuung der Asche wird immer häufiger nachgefragt.

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Arten der Ascheverstreuung

Die Ascheverstreuung kann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum einen kann dies durch eine Luftbestattung geschehen. Dabei wird die Asche an einer windigen Stelle verstreut, etwa an einer Klippe oder in den Bergen. Ebenso kann eine Flugbestattung durchgeführt werden, bei der die Asche aus einem Flugzeug, Hubschrauber oder einem Ballon verstreut wird. Diese Alternativen sind in Deutschland allerdings durch das geltende Bestattungsgesetz nicht möglich, da in Deutschland die sogenannte Friedhofspflicht besteht, die eine Bestattung auf einem Friedhof vorschreibt. Um auch Angehörigen in Deutschland den Wunsch nach einer Verstreuung der Asche zu erfüllen, bieten immer mehr Friedhöfe Aschestreuwiesen an. Auf einigen Friedhöfen kann die Asche auf separaten Arealen verstreut werden, auf anderen wird die Asche ohne Urne auf einer Aschewiese vergraben. In der Regel dürfen die Rasenflächen nicht betreten werden. Ob die Namen der Verstorbenen, die auf einer Aschestreuwiese beigesetzt wurden, erwähnt werden, ist abhängig von der jeweiligen Friedhofssatzung, beziehungsweise von den regionalen Bestattungsvorschriften.

Gründe für die Verstreuung der Totenasche auf Aschestreuwiesen

Mehrere Gründe sprechen für die Ascheverstreuung beziehungsweise -beisetzung. Zum einen entfällt bei dieser Form der Beisetzung die Grabpflege, die von den Hinterbliebenen getragen werden muss. Besonders wenn Angehörige umziehen oder weit weg von der Grabstelle eines Angehörigen wohnen, ist das Pflichtgefühl dem Verstorbenen und dessen Grab gegenüber oft so groß, dass Umbettungen erwünscht sind oder Schuldgefühle entstehen, wenn externe Friedhofsgärtner die Grabpflege übernehmen. Für eine Vielzahl von Menschen, die eine Verstreuung der Asche wünschen, ist jedoch ein anderer Aspekt der Bestattung ausschlaggebend. Die Verstreuung symbolisiert sowohl Freiheit als auch Individualität. Ebenso kann in der Verstreuung auch eine Rückkehr zur Natur, also ein ewiger Kreislauf, gesehen werden. Die Kosten für eine solche Bestattungsform sind zudem meist geringer als für eine klassische Erdbestattung oder die Beisetzung in einer Urne.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de


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