Bekannt aus: RTL ntv Bild.de Die Welt
Schutz durch: SSL-Verschlüsselung
Mitglied bei: Mitglied bei Erfolgsfaktor Familie

Trauer bei Kindern

Trauer bei Kindern

Wenn bei nahe stehenden Personen ein Todesfall eintritt, so ist das für alle Beteiligten eine schwierige Situation. Zwar ist es auch für Erwachsene häufig schwer, das Geschehene zu erfassen, dennoch ist es für Kinder noch schwieriger, das komplexe Thema Tod zu begreifen und zu verarbeiten. Gerade bei Kindern ist es sehr wichtig, sie aktiv mit in die Trauer und die Trauerbewältigung einzubeziehen und ihnen das Geschehene zu erklären. Den Fragen und Bedürfnissen der Kinder sollte in jedem Fall besondere Beachtung geschenkt werden.

Erklärung des Todesfalls

Wichtig ist es, den Tod in Gegenwart der Kinder nicht zu tabuisieren, sondern von Beginn an offen darüber zu sprechen. Gerade weil Kinder den Tod noch nicht komplett verstehen, ist es bedeutsam, sie an das Thema heranzuführen. Den Kindern beispielsweise zu sagen, dass die betreffende Person „friedlich eingeschlafen“ sei, führt dazu, dass Kinder Angst vor dem Einschlafen entwickeln können. Besser ist es, den Kindern in Ruhe und kindgerecht zu erklären, dass und warum ein Sterbefall eingetreten ist, anstatt der direkten Konfrontation mit dem Thema aus dem Weg zu gehen. Dabei ist es wichtig, die Gefühle der Kinder zuzulassen, auch wenn diese für die Umgebung unangemessen wirken können. Wut auf den Verstorbenen, aber auch unangebracht wirkendes Lachen, sind zulässig. Nur so besteht die Möglichkeit, das Geschehene zu verarbeiten.

Kostenlos Bestatter vergleichen

Abschiednahme mit dem Kind

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, die Kinder mit in die Abschiednahme einzubeziehen. Oft ist zu beobachten, dass Eltern Kinder nicht mit zu der Beerdigung nehmen, sie aber anschließend mit zum „Leichenschmaus“ nehmen. Dies wirkt befremdend, da das Weinen bei der Trauerfeier nicht wahrgenommen wird, beim Leichenschmaus aber die lachenden Menschen gesehen werden. Empfehlenswerter ist es, Kinder bereits vor der Trauerfeier mit in die Planung einzubeziehen. Wenn ein Elternteil gestorben ist, bieten Bestatter beispielsweise auch an, den Sarg oder die Urne zu bemalen. Hierbei kann das Kind im Rahmen der Abschiednahme selbst aktiv werden.

Begleitung nach dem Todesfall

Auch in den Wochen und Monaten nach dem Todesfall und der Trauerfeier ist es gut, das Kind zu begleiten und als Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Es kann zum Beispiel ein Platz in der Wohnung geschaffen werden, an dem gemeinsam dem Verstorbenen gedacht werden kann oder im Garten im Gedenken an den Verstorbenen ein Baum oder eine Blume gepflanzt werden, die gemeinsam gepflegt wird.

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten:

Bildquelle: © David Niblack


Bewertung dieser Seite: 5.0 von 5 Punkten. (3 Bewertungen)
Finden Sie diese Seite hilfreich? Geben auch Sie mit einem Klick auf die Sterne Ihre Bewertung ab.
(1 Stern: Wenig hilfreich, 5 Sterne: Sehr hilfreich)