Der Todestag einer Person ist der Tag, an dem sie verstorben ist. Zeitpunkt und Datum des Todes werden in der Regel in einem ärztlich ausgestellten Totenschein oder einer Sterbeurkunde festgehalten. Das jährlich wiederkehrende Datum des Todestages bezeichnet man auch als Jahrestag. Todestage sind eine von mehreren Arten des Gedenktages, wie auch Geburtstage oder Ehrentage. An Todestagen wird den Verstorbenen auf verschiedene Arten gedacht; dies kann beispielsweise im privaten oder im kirchlichen Rahmen stattfinden.
Ursprünge des Todestages
Die Ursprünge des Todestages als Gedenktag für den Verstorbenen finden sich im christlichen Glauben des Mittelalters. Für mittelalterliche Christen war der Tod nicht das Ende des menschlichen Lebens sondern, im Hinblick auf das Leben nach dem Tod und die kommende Erlösung, der eigentliche Geburtstag. Da die Gedenkfeiern und Gebete für einen Verstorbenen den Zweck hatten, begangene Sünden zu tilgen, begannen viele wohlhabende Menschen, bereits vor ihrem Tod Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Sie stifteten der Kirche Geld oder finanzierten ganze Klöster, sogenannte Hausklöster, die im Gegenzug verpflichtet waren, den Stiftern nach deren Tod Gebete zu widmen. Da die Anzahl der Verstorbenen, denen gedacht werden musste, schnell wuchs, ging man schließlich dazu über, die entsprechenden Namen nur noch in Memorialbüchern festzuhalten. Diese wurden bei der Messe auf den Altar gelegt.
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Übliche Bräuche zum Todestag
Obwohl viele Menschen individuelle Arten des Gedenkens und der Trauerbewältigung entwickeln, gibt es doch einige allgemein übliche Bräuche zum Todestag. In der Regel wird das Grab des Verstorbenen besucht. Dort wird die Grabbepflanzung oder der Grabschmuck erneuert oder es wird ein neues Grablicht aufgestellt. Im jüdischen Brauchtum ist es Sitte, am Abend des Jahrestages ein Licht anzuzünden und dieses 24 Stunden brennen zu lassen. Viele katholische Gemeinden gedenken den Verstorbenen mit einem jährlich wiederkehrenden Seelenamt. Dieses funktioniert noch heute nach dem gleichen Prinzip wie im Mittelalter: Für eine Spende an die Gemeinde wird in der Heiligen Messe für den Verstorbenen Fürbitte geleistet, um dessen Aufenthalt im Fegefeuer zu verkürzen.
Todestage berühmter Persönlichkeiten
Nicht nur im familiären Kontext wird jährlich den Verstorbenen gedacht. Viele berühmte Persönlichkeiten ziehen auch nach ihrem Tod jedes Jahr viele Fans, Gläubige oder politische Anhänger an bestimmte Orte. Das berühmteste Beispiel des Christentums ist hier der Todestag Jesu Christi, Karfreitag, der in Deutschland ein nationaler Feiertag ist. Aber auch die Gräber vieler Stars sind an ihren Todestagen gut besucht. So finden sich am Grab des 1971 verstorbenen Musikers Jim Morrison jedes Jahr wieder Fans ein. Auch in bestimmten Abständen veranstaltete Jubiläumsfeiern, wie der zu Ehren Prinzessin Dianas zehn Jahre nach ihrem tödlichen Unfall abgehaltene Gedenkgottesdienst, sind weit verbreitet.
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Bildquelle: © David Niblack
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