Die Überführung bezeichnet im Allgemeinen den Transport eines Verstorbenen. Bevor jemand nach einem Sterbefall überführt werden kann, muss ein Arzt den Tod eindeutig feststellen und schriftlich bescheinigen. Sobald der Totenschein ausgestellt ist, kann eine Überführung stattfinden. In der Regel wird die Überführung von einem Bestattungsinstitut vorgenommen, da es Pflicht ist, den Verstorbenen mit einem Leichenwagen zu transportieren. Gesetzlich geregelt ist ebenfalls, dass ein Verstorbener spätestens 36 Stunden nach Eintritt des Todes überführt werden muss.
Ablauf der Überführung
Die erste Überführung findet im Regelfall vom Sterbeort zum Bestattungsunternehmen statt, wo der Verstorbene anschließend hygienisch versorgt und gekühlt werden kann. Wünschen die Angehörigen eine Trauerfeier mit Aufbahrung des Verstorbenen so wird dieser ein zweites Mal überführt, beispielsweise zu einer Kirche oder zur Friedhofskapelle. Bei einer Feuerbestattung ist zudem eine zusätzliche Überführung nötig, zum Krematorium. Die letzte Überführung ist die zur Grabstelle, wo der Verstorbene beigesetzt wird.
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Überregionale Überführungen
Seit einigen Jahren sind diverse Bestattungsunternehmen vermehrt nicht nur regional tätig, sondern überführen zusätzlich überregional. Dabei sind auch Überführungen, die über mehrere hundert Kilometer nötig sind, kein Hindernis mehr für Bestattungsunternehmen. Dies gilt sowohl für Sargbestattungen als auch für Urnenbestattungen. Ein gut ausgestatteter Fuhrpark, zusätzliche Filialen, Transporter und Mitarbeiter machen es den Bestattern möglich, sich auch über weitere Strecken Überführungen und Bestattungen zu organisieren.
Überführung aus dem Ausland
Überführungen ins Ausland sind zwar etwas aufwändiger, aber dennoch zunehmend möglich. Notwendiges Dokument für eine Überführung ins Ausland ist ein mehrsprachiger Leichenpass, der vom zuständigen Standesamt ausgestellt wird. Zudem müssen einige Vorschriften beachtet werden. So muss zum Beispiel die ordnungsgemäße Einsargung durch einen Bestatter gesichert und gesundheitliche Risiken müssen ausgeschlossen sein. Des Weiteren müssen internationale gesetzliche Bestimmungen und die technischen Bedingungen für den Land-, Luft- oder Seeweg beachtet werden.
Autor: Annika Wenzel - Bildquelle: © Gerd Altmann / pixelio.de
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