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Beisetzung

Beisetzung

Die Begriffe Beisetzung und Bestattung werden oft synonym verwendet. Beide Begriffe stehen jedoch für leicht unterschiedliche Vorgänge. Eine Beisetzung meint den Vorgang, bei dem der Verstorbene in das Grab überführt oder eine Urne beigesetzt wird. Der Begriff Bestattung hingegen ist weiter gefasst und beinhaltet auch andere mit der Beisetzung verbundene Abläufe, wie die Trauerfeier oder die Aufbahrung. Wenn es sich um eine Erdbestattung mit einem Sarg handelt, verwendet man statt der Beisetzung häufig auch den Begriff Beerdigung.

Der Vorgang der Beisetzung

Die Beisetzung muss in jedem Fall erfolgen, da in Deutschland die Friedhofspflicht besteht. Dies bedeutet, dass es laut Gesetz notwendig ist, Verstorbene auf speziell dafür vorgesehen Flächen beizusetzen. Dies können beispielsweise kommunale oder kirchliche Friedhöfe sein, aber auch Friedwälder oder Ruheforste. Eine Aufbewahrung der Urne zuhause oder im eigenen Garten ist nicht erlaubt. Allerdings ist es möglich, dass der Verstorbene auf unterschiedliche Arten beigesetzt wird. Es besteht nach der Einäscherung zum Beispiel die Möglichkeit der Beisetzung in einem Urnengrab, einem Kolumbarium oder einer Urnenstele. Seit Ende des zwanzigsten Jahrhunderts gibt es in einigen deutschen Städten, beispielweise Rostock und Schwerin, auch die Möglichkeit der Ascheverstreuung. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen durch Friedhofspersonal auf einer dafür vorgesehenen Wiesenfläche verteilt.

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Orte für eine Beisetzung

So, wie es verschiedene Bestattungsarten gibt, können auch die Orte für eine Beisetzung sehr unterschiedlich ausfallen. Urnen können in Deutschland in der Regel nicht nur im Urnengrab oder einer Urnenwand auf einem Friedhof beigesetzt werden, sondern auch unter einem Baum, auf einem Waldfriedhof oder im Rahmen einer Seebestattung im Meer. Entsprechend den verschiedenen Bestattungsarten gibt es auch unterschiedliche Urnen, deren Material auf den Ort der Beisetzung abgestimmt ist. So werden für Seebestattungen üblicherweise sogenannte Seeurnen verwendet und für Baumbestattungen Biournen, die sich besonders schnell zersetzen.

Alternativen zur Beisetzung

Besonders in den USA wurden mehrere Alternativen zu herkömmlichen Beisetzungsmöglichkeiten entwickelt. Hierzu zählen zum Beispiel die sogenannten Öko-Bestattungen. Eine Art der Öko-Bestattung ist die Vermischung mit Beton und Beisetzung der Asche als Teil eines künstlichen Riffs vor der Küste Floridas. Auch die Promession, bei der der Leichnam erst durch Flüssigkeitsentzug getrocknet und dann kompostiert wird, bildet eine Alternative. Eine in Deutschland erlaubte Form des Umgangs mit einem Verstorbenen ist die Körperspende. Hierbei wird der Leichnam zu Forschungs- und Präparationszwecken an die Wissenschaft gespendet. In diesem Fall werden jedoch verbleibende Reste eingeäschert und anonym beigesetzt.

Beisetzungen in anderen Kulturen

Sowohl beim Umgang mit dem Verstorbenen als auch bei der Beisetzung selbst gibt es kulturell bedingt große Unterschiede. So ist in Ländern wie beispielsweise Indien eine öffentliche Verbrennung des Leichnams üblich, wohingegen in islamisch und jüdisch geprägten Kulturen das Verbrennen des Verstorbenen ein gesellschaftliches Tabu ist. Tatsächlich soll bei einer muslimischen Beisetzung sogar ein „ewiges Ruherecht“ vorgesehen werden, dass jedoch einer Räumung der Grabstätte nach Ablauf der Ruhezeit, wie sie auf deutschen Friedhöfen üblich ist, entgegensteht. Auch die im Islam übliche Beisetzung in Leinentüchern ohne Sarg kann mit der deutschen Sargpflicht kollidieren. In Einzelfällen können Sondergenehmigen aus religiösen Gründen bei der zuständigen Behörde eingeholt werden.

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Bildquelle: © Alipictures / pixelio.de


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